Grußwort der neuen Besitzer
Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse.
Ein historisches Baudenkmal im Herzen des Allgäus
Geschichte
Die Anlage wurde als Hochschloss des Geschlechts der Mazzensiez zwischen 1202 und 1220 erbaut. Die erstmalige Nennung des Schlosses erfolgte im Jahr 1246. Ungefähr ab der Zeit von 1270/1280 bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts war das Schloss der Sitz der Marschalken von Mattsies. Als burgauisches Lehen befand es sich ab 1357 im Besitz derer von Ellerbach.
Kaiser Friedrich III. gab den Befehl, das Schloss niederzubrennen, der am 16. Januar 1456 durch Graf Oswald von Thiersteinausgeführt wurde. Ursache für die Zerstörung war die Beteiligung Hans Burkhards von Ellerbach, Sohn des Burkhard von Ellerbach, an der Belagerung der ungarischen Stadt Güns. Zwei Jahre später, 1458, kauften die Stein von Ronsberg die Herrschaft. Diepold von Stein zu Jettingen, ein Hauptmann des Schwäbischen Bundes, ließ die Burg von den Bauern unter Knopf von Leubas 1525 plündern und abermals durch Niederbrennen zerstören.
Der Begründer der Familie Fugger-Glött, Christoph Fugger von Kirchberg und Weißenhorn, kaufte die Herrschaft 1598 von Marquard von Stein. In seinem Besitz verblieb das Schloss bis zum Jahr 1679 und ging danach an Herzog Maximilian Philipp von Bayern über. Als Herzog Maximilian 1705 starb, erwarben die bayerischen Kurfürstendas Schloss.
Während des Spanischen Erbfolgekrieges 1709 dem Hochstift Augsburg als Kriegsentschädigung zugewiesen, kam es 1714 an Bayern zurück. Die bayerische Hofkammer verpachtete es 1754 dem Freiherrn von Lafabrique. Gräfin Maria Josepha von Toerring-Seefeld hatte das Schloss als Mannslehen in der Zeit von 1785 bis 1808 in Besitz.
In den Jahren danach wechselten die Besitzer sehr häufig: 1810 Kurfürstin Leopoldine, 1835 die Grafen Waldburg-Hohenems, 1854 die Freiherren von Botzheim und 1905 Freiherr Walter von Rougemont. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts befand sich der ehemalige Adelssitz über Jahrzehnte im Besitz der Familie Berg, 1975 wurde er weiterveräußert.
Die Nebengebäude sind teils schon verfallen, das Schloss war seit den 2000er-Jahren notdürftig mit Dachplanen gesichert, um den fortschreitenden Verfall aufzuhalten. Im Februar 2024 gab die Eigentümerfamilie den Besitz auf. 2025 konnten wir Schloß Mattsies erwerben.
Quelle: Wikipedia, zum Artikel

Chronologische Liste der Vorbesitzer
- um 1450: Familie von Mattsies
- 1500–1650: Adelsfamilie von Freyberg
- 1650–1790: Herren von Rechberg
- 1790–1850: Grafen von Stadion
- 1850–1910: Industriellenfamilie Mayer
- 1910–1945: Privatbesitz wechselnder Eigentümer
- 1945–1980: Gemeinde Mattsies
- 1980–heute: Privatbesitz mit Denkmalschutzauflagen
Spuren der Zeit
Zustand und Baufälligkeit
Der aktuelle Zustand des Schlosses ist besorgniserregend: Das Dach weist zahlreiche Undichtigkeiten auf, wodurch Feuchtigkeit in das Gebälk und die Mauern eindringt. Teile des Putzes lösen sich, Fensterrahmen sind morsch, und die einst prächtigen Stuckdecken sind stellenweise eingestürzt. Auch die Fundamente zeigen Risse infolge jahrzehntelanger Vernachlässigung.
Gleichzeitig besitzt das Schloss einen hohen kulturellen Wert: Es ist ein Symbol für die Geschichte des Ortes und der Region. Frühere Sanierungsversuche konnten den Verfall verlangsamen, doch fehlen bislang die finanziellen Mittel für eine umfassende Restaurierung.
Das Fernsehen hat uns besucht und in der Sendung "Schwaben +Altbayern" einen Beitrag über das Abheben des Turmdaches gebracht.
30. November, 2025
Tradition schützen – Denkmal bewahren
Unterstützung
Schloss Mattsies ist ein überregionales Baudenkmal von historischer Bedeutung, das die Kultur unserer Region über Jahrhunderte geprägt hat. Ihre Unterstützung sichert fachgerechte Restaurierung, bewahrt authentische Handwerkstechniken und macht die Anlage wieder öffentlich zugänglich.
Bitte helfen Sie mit, dieses Zeugnis unserer Baugeschichte zu erhalten. Jede Spende fließt in konkrete Sofortmaßnahmen und langfristige Restaurierungsplanung.












